von ungezwungenen Pflanzen und das Aufräumen von einer Allerwelt- Gesellschaftsschublade

Jemand hat mir gesagt: „Man kann die Pflanze nicht zum wachsen zwingen.“

Das machte mich nachdenklich.

Ich überlegte.

Es gibt ja nicht nur eine Pflanze, sondern tausend verschiedene Arten von Pflanzen. Es gibt Osterglocken, Rosen, Kaktus, Walnussbaum und viele andere Arten. Alle wachsen sie zu verschiedenen Zeiten. Wenn die Osterglocken blühen, wissen wir, es ist Frühling. Den Sommer über blühen die Rosen. Der Kaktus kann am richtigen Ort das ganze Jahr überleben und der Walnussbaum lässt seine Früchte im Herbst fallen. Dann freuen wir uns, wenn wir sie trocknen und essen dürfen. Wir erfreuen uns an den Duft der Rosen und über die leuchtende Farbe der Osterglocke, nach dem langen, kahlen Winter. All die Pflanzen brauchen ihre eigene Zeit zum wachsen und blühen. Und wir lassen ihnen die Zeit. Alles, was wir tun müssen, ist sie zu gießen.

Wenn es so viele Arten von Pflanzen auf der Welt gibt, warum also, glauben wir immer noch nicht, dass wir Menschen verschieden sind und somit verschiedene Lebensmodelle brauchen?

Kindergarten, Schule, Arbeit, Kinder kriegen, Haus bauen und all das wieder von vorne und am besten für jeden!

Warum?

Wo wir doch von der Natur lernen können, das, was für den einen gut ist, für den anderen nicht gleichermaßen gut sein kann.

Wenn die Natur uns doch zeigt, wie viele verschiedene Facetten es gibt. Warum schaffen wir es nicht, Menschen so sein zu lassen, wie sie sind. Warum fangen wir nicht an, sie mit ihren Stärken zu sehen, anstatt sie an ihren Schwächen zu verurteilen? Wir stecken sie in die Allerwelt- Gesellschaftsschublade, doch nur, um sie von ihren Träumen abzuhalten.

Weil wir selbst unsere Träume vergessen haben? Weil wir Angst haben?

Wenn wir doch solche Angst haben, uns an einen Kaktus zu stechen, sollten wir nicht vergessen. Auch ein Kaktus kann Früchte tragen, die gut für uns sein können.

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