Ist das Buch nicht auch ein Stück… seiner Geschichte?

Ich finde, Bücher sollten nie aussterben. Sie lassen Bilder in deinen Kopf erscheinen, sie erzählen ihre Geschichten in deinem Tempo, sie können dich bereichern, dich nachdenklich machen. Manchmal machen sie dich auch traurig. Sie geben dir Lernhilfen, neue Ansichten und Lebensweisheiten.
Aber das aller schönste ist: Sie schenken dir Zeit.
Wenn wir das eine oder andere Buch lesen, wissen wir oftmals nicht, welcher Autor steckt dahinter. Klar. Wir kennen seinen Namen. Doch kennen wir auch den Menschen? Vielleicht können wir ein Buch erst dann richtig verstehen, wenn wir den Autor kennen?
Denn, ist das Buch nicht auch ein Stück… seiner Geschichte?

Ich möchte euch heute von einem Autor erzählen.
Niels Johannes Günther lebt in Stuttgart. Er veröffentlichte 2014 „Erste Hilfe- Gedichte für dein Leben“ und später „Rob und seine Bande“.
Für mich ist er der lebende Beweis. – „Manchmal kann man mit seiner genutzten Eigenzeit, anderen schöne Momente schenken.“
Als ich Niels kennenlernte, begann ich seine einfache, unkomplizierte Art zu schätzen, sich in dieser Welt einen Platz zu schaffen. Offen und unvoreingenommen ist er im Umgang mit seinen Mitmenschen. Alles auf dieser Welt hat für ihn Wertigkeit und das macht ihn selbst so wertvoll. Oftmals sind es die kleinen, beinah unscheinbaren Geschichten, die Menschen prägen.
Meine besondere Geschichte mit Niels war:
Einmal saßen wir gemeinsam auf dem Stuttgarter Marktplatz. Umgeben von einer Schaar von Tauben.
„Ich hasse Tauben.“, sagte ich zu Niels. „Die lästigen Viecher fliegen mir ständig ins Gesicht.“ Aber Niels aß chillig sein Sandwich und antwortete.
„Alles hat seine Berechtigung zum Leben. Auch die Tauben. Die räumen immerhin unsere Krümel auf, die wir hier hinterlassen.“ und er grinste.

Ein kleines Stück seiner Geschichte – ein Teil seiner Eigenzeit – sah ich heute neben all den anderen Dichtern und Denkern, im Buchhaus Wittwer am Schlossplatz. Ich freu mich für ihn!

www.nielsguenther.de
linkes Bild: Buchhaus Wittwer Stuttgart
rechtes Bild: Frankfurter Buchmesse 2014

 

 

Mein Lieblingsgedicht:

Das Glück wächst nicht auf Bäumen.
Es wacht in unseren Träumen,
um von uns erweckt zu sein.

Durch unser Hände Arbeit,
durch selten Geistes Klarheit
und leuchtend Liebe Schein.

Es fällt nicht gen Erden herab
wie reifes herbstlich Blatt,
du musst ernten es mit Mühen.

Zuvor dich selber ganz verstehen
und alle Felsen aus dem Weg räumen,
denn das Glück wächst nicht auf Bäumen.

geschrieben von Niels- J. Günther

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